Endlich war es soweit, nach zwei Jahren coronabedingter Pause trafen wir uns vom 09.05.-12.05.2022 im Diakonissen-Mutterhaus „Neuvandsburg“ in Elbingerode im Harz.

 

Mit 23 Küsterinnen und Küster, Hausmeisterinnen und Hausmeister in Haupt-und Ehrenamt waren wir leider nicht vollzählig aber trotzdem haben wir mit weniger Kolleg*innen gerechnet.

 

Besonders erfreut waren wir über einige neue Mitstreiter*innen in unserer Arbeitsgemeinschaft.

 

Unser Thema in diesem Jahr lautete „Küster*innen in Verantwortung“

 

Die Weiterbildung startete am Montag mit einem „Bibliolog“ mit Claudia Neumann von der Arbeitsstelle Gottesdienste der EKM. Spannend für alle war die Erfahrung, die Bibel auf eine neue Art kennenzulernen.

Am Abend waren wir wieder, wie jedes Jahr, von unserem Vorsitzenden eingeladen seine Bild-und

Tonmeditation zu erleben. Aktuell zum Krieg in der Ukraine hatte er für uns etwas vorbereitet.

 

Am Dienstag warteten alle gespannt auf unser Höhepunkt der diesjährigen Tagung. Unser Landesbischof Friedrich Kramer besuchte seine Küster*innen und sprach mit uns über die Bibelstelle in Lukas 10,38-42.

Bewegt von dieser Bibelarbeit gingen wir in den Nachmittag zu einem praktischen Thema.

In der Stadtkirche von Elbingerode stellte uns Herr Andreas Thomeczek von seis-akustik die neuesten Möglichkeiten der Beschallung im Kirchlichen Raum vor. Unter dem Thema „Der gute Ton in unseren Kirchen-was ist möglich und was nötig“ erklärte er uns das bessere Verstehen von Sprache in unseren Gemeinden.

Am Abend diskutierten wir zum Thema „Arbeitszeit-was ist recht und was billig“. Hier hatte sich unser Vorsitzender eingearbeitet. Konsens herrschte darüber, dass oft nur über Überstunden oder „Ehrenamtliche Arbeitszeit“ eine Bewältigung unserer täglichen Aufgaben zu erreichen ist. Besonders Mitarbeiter*innen ohne Vollzeitanstellung sind hier oft gefordert. Wir wünschen uns hier eine Lösung die in einer Dienstgemeinschaft aus Pfarrer*innen und Gemeindekirchenräten; als Arbeitgeber, mit den Mitarbeiter*innen auf Augenhöhe erfolgen muss. Die Erhaltung unserer Arbeitskraft muss immer im Fokus der Gemeindeleitung stehen!

 

 

Am Mittwoch sprachen wir mit Frau Sigrun Höhne vom Umweltmanagement der EKM. Das Thema „Der grüne Hahn-Umweltschutz und Kirche“ war sehr spannend. Wir konnten viel über die Projekte unserer Landeskirche erfahren.

Leider liegt der Status quo in den einzelnen Gemeinden, mit einigen Ausnahmen, beim Stand der neunziger Jahre. Noch viele Gemeinden leben mit Fairem Kaffee und Pappgeschirr recht unterentwickelt. Hier gilt es endlich Verantwortung zu übernehmen und die Bewahrung unserer Schöpfung in den Mittelpunkt täglicher Arbeit zu stellen. Auch wir als Küster*innen haben das erkannt und wollen dies in unseren Gemeinden umsetzen.

Am Abend werteten wir unsere Tagung aus und diskutierten über neue Themen für nächstes Jahr.

 

Am Donnerstag galt es Abschied zu nehmen. Wir trafen uns wieder in der Stadtkirche in Elbingerode. Nach einer kleinen Andacht wünschten wir uns den Segen Gottes für unsere tägliche Arbeit und die anschließende Heimfahrt.

 

 

Wir danken ganz herzlich der Oberin Kerstin Malycha und den vielen Diakonissen und Mitarbeiter*innen des Mutterhauses „Neuvandsburg“ für ihre Gastfreundschaft, die neben unserer täglichen Stärkung, auch in Andachten und Gebeten ein wunderbares Miteinander ermöglichten.